Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Stamm Wilhelm Löhe, Landshut


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Einfach Leben - Feuer!

Feuer – romantisch, nützlich und gefährlich!

Zum ordentlichen Pfadfinderklischee gehört natürlich neben dem Oma-über-die-Straße-führen und dem Im-Wald-nach-Spuren-suchen vor allem das Feuermachen.
Es ist schon etwas Wahres dran: Keiner kann sich dem Bann des Feuerscheins entziehen. Auch Nichtpfadfinder kann man in der Runde beobachten, wie sie ihre Blicke nicht von den züngelnden Flammen abwenden können.
Ein Feuer zu entzünden ist keine so große Kunst, aber wie man ein richtig schönes oder gar nützliches Feuer unterhält, erfordert vor allem Übung. An dieser Stelle will ich euch ein paar Tipps geben:

Grundsätzlich müsst ihr wissen, welche Brandgefahr besteht! Wenn es lange Zeit recht trocken und heiß war, wird in Zeitung und Radio gewarnt und dann ist es auch verboten zu grillen oder Feuer zu machen. Das gilt dann auch für ein Feuer in der Kohte. Ein Funke, der aus dem Rauchloch fliegt, kann schon zu viel sein.
Den Sicherheitsabstand vom Waldrand solltet ihr kennen. Auch muss immer Gerät zum Löschen (Decken, Schaufel, Wasser) in der Nähe sein. Und Feuer darf man nur dort machen, wo es gestattet ist, also: Grundbesitzer fragen und bei Lagern die Feuerwehr vor Ort informieren.
Besonders fein ist es, ein Feuer im Zelt zu haben. Ihr kennt sicher das Gefühl, abends in den vom Tau angefeuchteten, kalten Schlafsack zu kriechen – gräßlich! Wenn man aber nur eine halbe Stunde vor der Nachtruhe ein kleines Feuer entzündet, ist alles kuschelig warm und trocken. Und hier liegt der Hase im Pfeffer: Es ist nicht so leicht, ein kleines Feuer zu machen, das nicht raucht und auch ohne viel Qualm zuende brennt. Ein kleines Feuer ist auch ideal zum Kochen oder Braten, weil seine Hitze völlig ausreicht und der Koch nicht so sehr schwitzen muss.
Zum Kochen in der Kohte nimmt man eine Kette mit zwei Haken und einen Hordentopf, zum Braten eine einfache Blechpfanne: Stiel raus, langer, angespitzter Stock rein, so verbrennt man sich nicht die Finger. Ohne viel Aufwand lässt sich ein leckeres Essen zubereiten: Bratkartoffeln, Spiegeleier, Frühstückstee, etc.. Wenn ein Feuer im Zelt brennt, kann man immer einen Pott Wasser drüber hängen, so hat man ständig heißes Wasser zum Tee machen, Haare waschen oder Abspülen.
Was muss man für ein (kleines) Feuer beachten?

Feuerstelle:
Eh klar! Wenn erlaubt, Grasnabe ausstechen, nicht zu klein!

Brennholz:
Je kleiner das Feuer, desto dünner die Holzstücke! Am besten eignen sich am Waldboden liegende Äste (Klaubholz), wenn es trocken ist. An Nadelbäumen findet man im unteren Bereich auch bei feuchter Witterung trockenes Reisig. Gespaltenes Holz sieht oft trockener aus als es ist. Für´s kleine Kohtenfeuer ist alles gut, was man über´s Knie brechen kann. Laubholz brennt heißer und länger als Nadelholz und wirft kaum Funken (zum Wohle der Schlafsäcke).

Das Nachlegen:
Das Richten des Feuers macht am meisten aus!
Beachte zwei Dinge:
Feuer baucht Luft. Und die steigt wegen der Hitze von unten nach oben. Darum ist es wichtig, dass man ihr den Weg nicht verbaut. Luft muss unten von der Glut zwischen den Holzstücken hindurch nach oben ziehen können. Deshalb achtet auf den „magischen Abstand“ zwischen allen Holzstücken! Ein bis zwei Zentimeter sind gut. Wenn Äste oder Scheite zusammenrutschen, dann stinkt´s!

Viel Spaß beim Ausprobieren, aber denkt daran:
Zuerst den Gruppenleiter fragen!

Autor: Tweety
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