Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder

Stamm Wilhelm Löhe, Landshut


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Pfingstlager 2006

Pfingstlager 2006
02.-06.06. Osterberg in Pfünz bei Eichstätt
(Thema: Magierkongress oder Wir sind hier bei den Pfadfindern, nicht bei den Hippies!)

Als wir nach einer ewiglangen Zugfahrt den Lagerplatz erreichten und mit den üblichen Schwierigkeiten unsere Zelte aufgebaut hatten, eröffnete Clemi beim Abendessen den „Magierkongress“ mit einer Beschwörung, die bei unseren polnischen Gästen sehr gut ankam. Anschließend wanderten die ersten auch schon in die Oase um diese zu erforschen und den Anfang des Lagers gebührend zu feiern.
Am Samstagmorgen wurden wir mit einem widerwärtigen „Guten Moooooorgen, die Sonne lacht!“ der entzückenden Lagerleitung aus den Schlafsäcken gerissen. Nach dem Frühstück stand das Geländespiel von Fey und Anderl auf dem Programm, welches sehr amüsant war. Unter den „Monstern“ war der „Schatten“ zum Stehlen von Geld sehr beliebt; zur Dekoration und Unterhaltung schleppte man gerne die „Fee“ mit sich rum.

Der Nachmittag endete schließlich mit Prügeleien am Fotzbalken und Strohsackwerfen bei Benni, der mit seinem Megaphon für die passende Geräuschuntermalung sorgte.

Nach dem Abendessen bekamen wir Besuch von der Landesleitung, die anscheinend nicht wusste: man findet keine Freunde mit Pädagogenpostenlauf! (Sippenweise bekamen wir Anweisungen zur Entfaltung der Persönlichkeit) Als der Spaß vorbei war trafen wir uns zum Stammesabend am Lagerfeuer wieder und sangen die altbewährten Lieder in Skaversion. Anschließend hing somancher noch bis in die frühen Morgenstunden in der Schenke...
Nachts hatte es geregnet und da es in der Früh noch ziemlich ungemütlich war, wurden sämtliche Weckdienste ignoriert. Pünktlich zum Mittagessen jedoch stand die Sonne wieder hoch am Himmel. Der Vegetarierhasser Alex, der in der Küche tätig war, drehte einer 10-jährigen Vegetarierin ein Hackfleischschiffchen an, das er als Tofuschiffchen präsentiert hatte. Am Nachmittag nahm man entweder am 2. Teil des Geländespiels teil, das in einem Gemetzel endete, machte es sich in der Wiese gemütlich und spielte Karten, fuhr nach Eichstätt um Sonnenuhren oder die Stadt zu besichtigen und Apfelkuchen zu essen oder gondelte nach Landshut um Fackeln für die bevorstehende Aufnahme zu organisieren (und umrundete dabei zweimal den Ingolstädter Kreisverkehr!). Beim Abendessen gab es Beschwerden über das schwedische Gschnetzelte, weil somancher es nicht leiden kann, dass man „immer und überall“ Kokos reinmischt. Später stand der Polenabend auf dem Programm, bei dem man in Gruppen aufgeteilt von Station zu Station pendelte und Aufgaben zur Kultur Polens löste. Mit gewissen Dolmetscherfähigkeiten erfuhr man sehr viel Interessantes über unsere Gäste; es gefiel allen sehr gut am Lager und in Deutschland und sie meinten, dass das Brot hier ganz anders schmecke als in Polen. Was die Pfadfinderei betraf, waren bei ihnen z.B. Sippen mit 30 Mitgliedern völlig normal. Gegen neun versammelte sich unser Stamm, um in einem chaotischen Schweigemarsch zum Aufnahmeplatz zu gelangen. Die Fackeln stammten von FFB, natürlich teuer abgekauft, da unsere eigenen unter ominösen Umständen aus dem Gemeindehaus verschwunden waren. Die Aufnahme der Kobras zu Jungpfadfindern verlief gut und war sehr schön. Die restliche Nacht war von seltsamen Ereignissen geprägt: Nachtwachen (unser Stamm war an der Reihe) überfielen und beklauten sich gegenseitig, dies wurde noch sehr lange in der Oase gefeiert und einer der Kobras musste um sieben Uhr morgens verarztet werden (Schnitt im Finger), wo man gerade im Schlafsack- und Isomattengewurschtel abtauchen wollte um endlich zu schlafen.
Was den Langschläfern den nächsten Morgen gründlich versaute war, dass es heute kein Mittagessen geben sollte. So quälten sich manche doch zum Frühstück und krochen danach zurück in die Schlafsäcke. Mittags wurden Pläne für die nächsten Stunden geschmiedet. (Das eigentliche Programm war ein Monsterpostenlauf zum Römerkastell, den aber diejenigen, die vor ein paar Jahren schon am Osterberg waren, bereits kannten.) Man entschied sich dann  für etwas sehr Unpfadfinderliches, das man aber aufgrund des ausgefallenen Mittagessens durchaus rechtfertigen konnte: Pizza holen in Eichstätt! Mit dem Auto ging das ganz schnell und man fand tatsächlich sofort eine Pizzeria. Zurück am Lagerplatz wurden die Pizzas diskret im Zelt verschlungen, da sich der Rest des Lagers vor Hunger krümmte und unsere Aktion nicht sehr solidarisch war. Danach lernten die einen für ihre demnächst bevorstehende Prüfung Geschichte (Tusk wurde eingemauert...), die anderen massierten sich, definierten Sauziagn und andere bündische Spielchen und sangen mit Clemi im Schlafsack fröhlich vor sich hin. (Anm. von Clemi: „Soweit ich mich erinnern kann war ich (leider) alleine im Schlafsack, oder?“) Nach dem Abendessen versammelten wir uns zur Andacht. Anschließend trafen wir uns wieder, um mitanzusehen, wie der monströse aber sehr eindrucksvolle (und außerdem CO2-produzierende, holzfressende) Scheiterhaufen entzündet wurde. Dazu gab es Tschai und man musste zugeben, dass es trotz allem wundervoll war mitanzusehen wie unglaublich viele glühende Funken in den dunklen Himmel aufstiegen.

Der Abend klang teils beim Singen am Feuer aus (welches bald aufgrund der „Nachtruhe“ eingestellt werden musste), teils in der Oase und teils bei der Tentparty der Steinadler.
Dienstag morgen wurde gleich zusammengepackt und abgebaut. Gegen 13 Uhr trudelten wir auch schon am Bahnhof ein. Auf dem Heimweg trauerten wir der schönen Zeit am Osterberg nach und schliefen ein wenig, bis wir schließlich Landshut erreichten.
Ein sehr, sehr gelungenes, lustiges und gemütliches Pfingstlager!!!!

Koni

Autor: Koni
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